Zeckenmittel zur Vorbeugung, wie funktionieren die Mittel?

SVK+ ASMPA – Schweizerische Vereinigiung für Kleintiermedizin

Wie funktionieren die Zeckenmittel bei Hund und Katze und wie lange sind sie wirksam?

Die Wirksamkeit von Zeckenmitteln sowie die Dauer der Wirksamkeit sind je nach Präparat unterschiedlich; zudem gibt es Unterschiede in Abhängigkeit der Zeckenart. Zeckenmittel können ein abstossende und/oder eine abtötende Wirkund aufweisen.

Mittel mit abstossender Wirkung (Repellentien) verhindern nicht immer, dass Zecken auf das Tier gehen; sie verhindern aber, dass die Zecken nach dem Kontakt auf dem Tier bleiben und stechen. Dadurch verringert sich das Risiko einer Infektion mit zeckenübertragenden Krankheiten.

Abtötende Zeckenmittel werden auch in der Prävention zeckenübertragender Krankheiten eingesetzt, weil diese einen Grossteil der Zecken abtöten können, bevor es zu einer Übertragung von Erregern kommt.

Gibt es Hausmittelchen?

Bis anhin sind keine Hausmittelchen bekannt wie z. B. Kokosöl. Es sind keine auf natürliche Basis stützende Präparate mit ausreichender Wirkung gegen Zecken bekannt.

Tier behandelt, aber trotzdem Zecken gefunden: warum?

Ist die Vorsorge gegen Zecken erfolglos, liegt meist einer oder mehre der folgenden Fehler vor:

  • Die Präparate wurden nicht richtig angwendet
  • Die Abstände zwischen den Behandlungen waren zu gross
  • Waschen oder Schwimmen der Tiere haben die Wirksamkeit des Medikaments verringert
  • Die Region, in der sich das Tier im Freien aufhält, ist extrem verseucht mit Zecken, so dass ein normaler Schutz nicht ausreicht
  • Die Wirkung hat erst begonnen, die Zecke ist somit noch nicht tot, aber sie kann in diesem Fall keine Erreger mehr übertragen

Wir beraten Sie gerne. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail oder Telefon oder für eine persönliche Beratung gerne über eine Terminvereinbarung direkt hier.

Martin Hejl & Team
Ihre „persönliche“ Kleintierpraxis in Frauenfeld

Wir haben Zeit für Sie!

Hunde fühlen sich wohl bei Kleintierpraxis Martin Hejl
Hunde fühlen sich wohl bei Kleintierpraxis Martin Hejl
Hunde und Zecken
Hunde fühlen sich wohl bei Kleintierpraxis Martin Hejl

Sie sind schon da! Zecken bei Hunden und Katzen.

Sie sind schon da! Zecken bei Hunden und Katzen.

Schweizerische Vereinigiung für Kleintiermedizin

Zecken bei Hunden und Katzen

Wie gefährlich ist der Zeckenbefall für Hunde und Katzen?

Sachgerechter Zeckenschutz ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit von Tier UND Mensch wichtig! Zecken führen bei Hunden und Katzen nicht nur zu Hautirritationen und/oder Juckreiz.

Zecken spielen eine zentrale Rolle als Vektoren: Sie können Viren, Bakterien, Protozoen, Pilze und sogar Würmer übertragen. Sie können, vor allem bei Hunden, lebensbedrohliche Krankheiten übertragen wie Babesiose und Ehrlichiose oder, z.B. bei jungen Katzen, die Tularämie. Die Übertragung findet mit dem Stich- und Saugakt statt, wobei es viele Stunden bis Tage dauern kann, ehe es nach dem Stich der Zecke zu einer Übertragung von Erregern kommt.

Eine Zecke kann mehr als einen Erreger beherbergen, so dass sich unter Umständen klinische Anzeichen ergeben, die für das Vorliegen einer einzelnen Erkrankung untypisch sind; sie können auftreten, solange ein Zeckenbefall noch offensichtlich ist oder aber deutlich später.

Der eigentliche Zeckenstich hat für die Tiere meist wenig Folgen.

Nur bei schwerem Zeckenbefall und unter bestimmten Umständen kann das Blutsaugen bei Hund oder Katze eine Blutarmut verursachen, oder es kann zu Sekundärinfektionen der Stichstellen kommen.

Von wann bis wann besteht Ansteckungsgefahr?

Aktiv sind die Blutsauger je nach Art fast das ganze Jahr über. Zeckenhauptsaison ist März bis November. Der Holzbock und die Igelzecke kommen gehäuft im Frühjahr und Herbst vor. Vom Februar bis Dezember findet man die Auwaldzecke besonders in der Westschweiz. Die braune Hundezecke kommt im Tessin und in der Westschweiz, selten in der übrigen Schweiz, vor. Sie kann nördlich der Alpen auch in warmen Innenräumen (z.B. von Hundeheimen) überleben.

Was kann passieren?

Sind die Zecken auf dem Tierkörper unbemerkt geblieben, hat dabei eine Erregerübertragung stattgefunden und kommt es zu einer klinischen Erkrankung, gestaltet sich die Diagnose der Krankheitsursache mitunter schwieriger, da die Symptome stark variieren und recht unspezifisch sein können. Hier ist es wichtig, durch eine ausführliche Aufnahme der Vorgeschichte die Wahrscheinlichkeit eines früheren Zeckenbefalls zu beurteilen. 

Ist zudem die Infektion wenig bekannt, so ist auch deren Erkennung schwieriger. Bei einem Erreger, der milde Symptome verursacht, können Infektionen über längere Zeit unentdeckt bleiben. Bei Erregern mit schweren klinischen Folgen müssen möglichst schnell eine Diagnose abgesichert und Tierärzteschaft, Tierhalter und Bevölkerung informiert werden.

 Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte direkt! Wir beantworten Ihre Fragen und beraten Sie gerne ausführlich.

Martin Hejl
Kleintierpraxis in Frauenfeld

 

Katze und Zecken
Hunde und Zecken
Hunde und Zecken
Katze und Zecken

Corona-Virus: Tierarztpraxen gewährleisten die medizinische Grundversorgung für Heim- und Nutztiere

Corona-Virus: Tierarztpraxen gewährleisten die medizinische Grundversorgung für Heim- und Nutztiere

Bern, 17. März 2020

Medienmitteilung der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST)

Coronavirus: Tierarztpraxen gewährleisten die medizinische Grundversorgung für Heim- und Nutztiere

Tierarztpraxen und -kliniken bleiben weiterhin offen beschränken sich jedoch auf die Grundversorgung und zwingend notwendige Behandlungen. Der Notfalldienst wird aufrechterhalten.

Der Entscheid des Bundesrats vom 16.3.2020, die Situation in der Schweiz neu als «ausserordentliche Lage» einzustufen, hat auch Einfluss auf die tierärztliche Versorgung von Heim und Nutztieren. Grundsätzlich bleibt die zwingend notwendige tierärztliche Leistung bestehen und die Tierarztpraxen bleiben offen. Tierärztinnen und Tierärzte sowie die Tiermedizinischen Praxisassistentinnen leisten weiterhin die Grundversorgung wie notwendige Untersuchungen und Behandlungen, Notfallversorgung, Futter- sowie Medikamentenverkauf.

Allerdings wird der Leistungsumfang eingeschränkt, nicht dringliche Behandlungen werden nicht ausgeführt und auf später verschoben. Die Anweisungen des Bundesamts für Gesundheit BAG werden in den Praxen eingehalten und gelten auch für die Kunden. Tierhalter sind angehalten, sich telefonisch anzumelden und werden wo immer möglich nur einzeln in die Praxis und die Wartezimmer gelassen.

Sichergestellt ist auch die tierärztliche Versorgung von Nutztieren in der Landwirtschaft. Zur tierärztlichen Grundversorgung im Nutztierbereich gehören auch Untersuchungen, Probenerhebungen oder Kontrollen, welche für die Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit, für den Tierschutz oder für die Tierseuchenüberwachung relevant sind.

Die Tierärzteschaft setzt damit die Bestimmung des Bundesrats durch, wonach Gesundheitseinrichtungen
geöffnet bleiben, aber auf nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Behandlungen verzichtet wird.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte direkt! Wir beantworten Ihre Fragen gerne.

Martin Hejl
Kleintierpraxis in Frauenfeld

PDF Medienmitteilung GST

Weitere Auskünfte:
Medienstelle GST, Tel. 031 307 35 37, media@gstsvs.ch

Tipps für den Transport der Katze zur Praxis

Tipps für den Transport der Katze zur Praxis

Diese Regeln gilt es zu beachten. Dann kann nichts schiefgehen.

→ Fahren Sie niemals mit der sich frei im Auto bewegenden Katze.

→ Wählen Sie eine stabile Transportbox, die sich von vorn und von oben öffnen lässt und über ein abnehmbares Oberteil verfügt, damit die Katze untersucht werden kann, ohne aus der Box herausgenommen zu werden.

→ Lassen Sie die Transportbox zu Hause offen stehen und legen Sie Spielzeug hinein, damit sich die Katze an die Box gewöhnen kann.

→ Legen Sie eine Decke mit Ihrem Geruch oder mit dem Geruch der Katze (Reiben an den Schläfen) in die Transportbox.

→ Versprühen Sie eine halbe Stunde vor Abfahrt ein Beruhigungspheromon in der Box (Feliway®, erhältlich in der Praxis).

→ Wichtig: Gewöhnen Sie Ihre Katze allmählich an kurze, regelmäßige Fahrten

→ Nehmen Sie ihr das Futter einige Stunden vor Fahrtbeginn weg.

→ Wenn Ihre Katze die Transportbox nicht freiwillig betritt, nehmen Sie sie sanft auf und setzen sie vorsichtig durch die obere Öffnung oder nach Abnehmen des vollständigen Oberteils in die Box hinein.

→ Ist Ihre Katze sehr widerspenstig, wickeln Sie sie in ein zuvor mit ihrem Geruch oder einem Pheromon-Spray behandeltes Handtuch ein.

→ Sichern Sie die Transportbox auf dem Rücksitz des Autos mit dem Sicherheitsgurt oder stellen Sie die Box gegen die Rückseite der Lehne des Vordersitzes und decken Sie die Box mit einem Handtuch ab.

→ Fahren Sie behutsam, ohne laute Musik und sprechen Sie mit Ihrer Katze mit sanfter, beruhigender Stimme. Je ruhiger Sie selbst sind, desto weniger ängstlich wird auch Ihre Katze sein.

→ Achten Sie darauf, dass die Transportbox auf dem Weg vom Parkplatz zur Praxis nicht an Ihre Beine schlägt und vermeiden Sie unnötige Erschütterungen.

→ Wenn Sie in der Praxis ankommen, nutzen Sie erhöhte Abstellmöglichkeiten für die Transportbox.

→ Die Fahrt zurück nach Hause erfolgt nach denselben Regeln.

→ Wenn Sie nach Hause kommen und mehrere Katzen haben, stellen Sie die Transportbox bei geschlossener Klappe zunächst auf dem Boden ab und beobachten Sie die Reaktionen der Katzen.

 

Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung! Wir haben Zeit für Sie.

Ihre Kleintierpraxis Martin Hejl, Frauenfeld

Fragen und Antworten zum Corona-Virus bei Tieren

Fragen und Antworten zum Corona-Virus bei Tieren

Wie gross ist das Risiko, dass Haustiere mit dem Corona-Virus angesteckt werden können?

Das Risiko wird als sehr gering eingeschätzt. Haustiere spielen höchstwahrscheinlich keine Rolle bei der Übertragung der Krankheit. Die Informationen darüber sind im Moment aber noch nicht vollständig.

Wir können nicht ausschliessen, dass sich Haus – oder andere Tiere mit dem Virus infizieren oder kontaminiert werden, wenn sie in einer Wohnung eines Corona-Virus Patienten gehalten werden. Die Tiere selber zeigen keine Symptome der Krankheit, das heisst, sie erkranken nicht.

 

Was können Tierhalterinnen und Tierhalter machen?

Tierhalterinnen und Tierhalter, die keinen Bezug zu Verdachtsfällen haben, wenden die üblichen Hygienemassnahmen an.

Personen, die wegen dem Corona-Virus unter Beobachtung stehen und in Quarantäne sind, sollten den Kontakt zu ihren Haustieren (zum Beispiel Katzen oder Kaninchen) auf das notwenige Mass beschränken. Die ausreichende Pflege muss gewährleistet werden. Hunde aus einem Quarantänehaushalt sollen nur angeleint und kurz an die frische Luft geführt werden, damit sie ihre Bedürfnisse erledigen können. Kontakt mit anderen Menschen und Tieren ist dabei nach Möglichkeit zu vermeiden.

Im Umgang mit den Tieren sind die üblichen Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen anzuwenden. Besonderes Baden oder Desinfizieren von Hunden und Katzen ist nicht notwendig.

 Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

Ihre Kleintierpraxis Martin Hejl, Frauenfeld